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Muskelaufbau beim Pferd

Sicher macht sich jeder Pferdebesitzer regelmäßig Gedanken über den Muskelaufbau und darüber, wie er die Muskulatur seines Pferdes ordentlich aufbauen und unterstützen kann. Vor allem nach längeren Krankheitsphasen ist es wichtig, die Muskulatur zu trainieren um sein Pferd lange gesund zu erhalten.

Wie funktioniert der Muskelaufbau?

Eigentlich hilft nur regelmäßiges und aufbauendes Training. Dabei braucht man sehr viel Geduld und Ausdauer, denn Muskeln wachsen nicht von heute auf morgen. Der Muskel braucht außerdem eine Erholungszeit zwischen den Trainingseinheiten von etwa einem Tag, das ist genau wie bei uns Menschen. Ein gesunder Muskel kann nur dann wachsen, wenn er abwechselnd an- und abspannen kann und das erreicht man nur mit regelmäßigen Pausen. Deswegen sollte man auch nicht die ganze Einheit über durchs Genick reiten, sondern immer wieder die Zügel aus der Hand kauen lassen, damit sich das Pferd strecken und dehnen kann. Natürlich darf man auch nicht einmal trainieren und dann mehrere Tage am Stück nichts mehr machen, denn so kann man nicht aufbauen. Es sollte ein regelmäßiges, tägliches und den Gegebenheiten des Pferdes entsprechendes Training stattfinden. Am besten schreibt man sich einen Trainingsplan oder führt ein Trainingstagebuch.

Welche Ausrüstung brauche ich?

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor ist eine passende Ausrüstung. Wenn es kratzt und zwickt, bewegt sich das Pferd in unnatürlicher und schlechter Haltung, da es versucht, dem Schmerz so auszuweichen. Wenn der Sattel dann auch noch auf genau die Stellen drückt, an denen Muskeln aufgebaut werden sollen, ist das Fiasko perfekt. Der Sattel zerdrückt so quasi den Muskel, so dass dieser gar nicht erst wachsen kann, sondern eher noch schrumpft.

Übungen für den Muskelaufbau 

Ich habe beim Muskelaufbau gute Erfahrungen mit Stangenarbeit gemacht. Es ist eine tolle Abwechslung zum dem sich sonst immer wiederholenden Dressurtraining und hat dabei deutliche Vorteile. Die Pferde müssen sich mehr konzentrieren und ihre Beine höher heben und so wird der ganze Bewegungsapparat aktiviert. Außerdem macht es ihnen sehr viel Spaß! Es gibt unzählige Möglichkeiten Stangen aufzubauen. Man kann sie nur so hintereinander legen, muss dabei aber die jeweiligen Abstände bei den Gangarten beachten, oder kann sie mit Hilfe von Keilen an einer Seite erhöhen. Wenn man die Keile abwechselnd auf verschiedenen Seiten unterlegt, muss sich das Pferd mehr konzentrieren und die Beine höher heben. Natürlich kann man auch ganze Konstruktionen mit Stangen legen. Kreuze, Reihen, L-Förmig etc. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Das Ganze kann man reitend oder longierend machen. Beim Reiten kann man mit Stangen auch super Seitengänge üben. Das lockert die Pferde ungemein.

Ich habe euch mal ein paar Konstruktionen angehängt:

Wer keine Stangen zur Verfügung oder auch keine Reithalle oder einen Platz am Stall hat, der kann auch super im Gelände trainieren. Gut geeignet sind hüglige, unebene Stellen, bei denen die Pferde ihre Hinterhand anstrengen müssen. Dabei fördert man nicht nur die Trittsicherheit, sondern auch die Kondition. Gut sind auch steilere Anstiege an denen die Pferde richtig “klettern” müssen. Dabei gilt allerdings auch wieder in Maßen! Anfangs ist das sehr anstrengend und man sollte die Pferde nicht überfordern, sondern eher klein anfangen und langsam steigern.

Im Viereck kann man Übungen wie Rückwärtsrichten oder ganz viele Übergänge reiten. Dabei eignen sich am besten Trab-Galopp und Galopp-Trab Übergänge. Beim Rückwärtsrichten muss das Pferd seinen Rücken aufwölben, bei den Übergängen vom Trab zum Galopp, muss das Pferd seine Bauchmuskeln anspannen, um anspringen zu können. Bei den Übergängen vom Galopp zum Trab muss das Pferd sich aufrichten und die Hinterhand richtig unterschieben, damit es nicht auf die Vorhand fällt und unterm Reiter wegläuft. Viele Pferde neigen dabei nämlich zum “rennen”, weil sie auf die Vorhand fallen und versuchen ihr Gleichgewicht zu halten.

Zusatzfuttermittel

Gute Erfahrungen habe ich auch mit Zusatzfuttermitteln gemacht. Die Muskeln bauen sich eindeutig besser auf, als wenn ich es weg lasse. Außerdem gibt es die verschiedensten Sorten, welche die verschiedensten Stellen des Pferdekörpers unterstützen. Ich persönlich füttere Lajos das E-Amino und B-Express von Bluehorscare zusammen mit einer Kelle Mühlendorfer Kräutermüsli zu, mit dem ich sehr gute Ergebnisse erzielt habe. Selbstverständlich bringt Zusatzfutter alleine nichts und man darf es auch nicht übertreiben. Man muss immer eine angepasste Menge zum Training füttern und nicht alles wild durchprobieren, da dies dem Pferd unter Umständen auch Schäden kann. Meine Empfehlung ist daher, Zusatzfutter immer nur in geringen Mengen und in Verbindung mit angepasstem Training zu verfüttern.

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